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Dr. Ines Goldbach, Direktorin Kunsthaus Baselland

«Kultur verträgt keine Verzögerung. Kultur muss jetzt passieren können, mit einem Schwung und einer Energie, die nicht getrübt wird von Kürzungen, Warteschleifen, Unsicherheiten oder administrativen Unmengen.

Kunst verträgt keine schlechten Bedingungen – Kunstwerke sind Kulturgüter, für die wir als Gesellschaft verantwortlich sind und denen gegenüber wir grösste Sorge tragen müssen.
Eben jetzt und heute brauchen wir Kunst und Kultur mehr denn je.

Künstlerinnen und Künstler sind es, die uns helfen können uns krisensicherer zu machen; Seit Jahrhunderten haben Künstlerinnen und Künstler in Momenten grösster kollektiver oder individuellen Not weiter gearbeitet, haben präzise Missstände benannt, auf Leinwände oder Zeichenblätter gebannt, in Skulpturen, Plastiken, Installationen usw. für uns erfahrbar gemacht und dadurch den Blick geöffnet für all jene, die bislang nur in eine Richtung gewagt haben zu schauen. Dies trifft auch heute zu. Umso mehr ist es wichtig und bedeutend, eine umfassende, über jene Jahrhunderte zurückreichende Sammlung wie das Kunstmuseum St. Gallen sie inne hat, mit Sorgfalt und besten räumlichen, klimatechnischen Voraussetzungen zugänglich zu machen finanziell zu stärken, die – verbunden mit zeitgenössischen Werken – den Blick für uns zurück, vor allem aber ins Heute und Morgen zu ermöglichen.

Wichtige zukunftsgerichtete Schritte für das Museum jetzt zu initiieren, zu unterstützen und zu tragen und eben nicht zu verzögern, heisst daher auch, für die Zukunft der Gesellschaft Sorge zu tragen, ihr einen Zugang zu geistiger Nahrung zu gewähren und sie krisensicher zu machen. Die Stärkung des Kunstmuseums St. Gallen, deren Renovation und deren Umbau braucht es jetzt – genau jetzt braucht die Gesellschaft den kreativen Input. Wo sonst kann man sich an Neuem, Unbekanntem, Unbequemem reiben und zugleich trainieren, denn an der Kunst.»

Foto: Nils Fisch

5. Oktober 2020

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Marie-Theres Thomann-Seiz, Vorstandsmitglied Kunstverein St.Gallen, ehemals Parlamentspräsidentin Stadtparlament St.Gallen

«Abwarten und Tee trinken:

  • Bringt nicht Status Quo, sondern Rückschritt. Nur der Zahn der Zeit nagt munter weiter!
  • Das hatte St.Gallen doch schon einmal, der Aufwand danach war riesig und wird es wieder sein müssen.
  • Wir sind selbst schuld, wenn wir nicht mehr positiv wahrgenommen werden, sondern als Zauderer, Verhinderer aus dem Osten, hinter den sieben Bergen!
  • Wo ist der Fortschritt in St.Gallen? Weggespart!
  • Wo nichts ist, wird niemand kommen!»

8. September 2020

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Céline Gaillard, Co-Direktorin Kunst(Zeug)Haus

«Das Kunstmuseum St.Gallen strahlt mit seinen hochkarätigen Ausstellungen und seiner reichen Sammlung international aus. Sowohl Leihgaben als auch die Sammlungsobjekte bedürfen optimaler Klimaverhältnisse. Diese entsprechen im über hundertjährigen Bau nicht mehr vollständig den heutigen Standards. Gerade auch hinsichtlich der Sanierung des Untergeschosses ist es daher wesentlich, dass sie nicht verschoben wird – erst recht nicht zu Sparzwecken: Je rascher gehandelt wird, desto erfolgreicher kann die kostbare Sammlung gepflegt werden!»

3. September 2020

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Martina Weber, Künstlerin HGK

«Warten, bis die Zeit vergeht… schade, der Ball sollte ins Rollen kommen, immerwährend, dranbleiben, sonst nagt der Zahn der Zeit. Bringen wir Museen ins Rollen, jetzt!»

1. September 2020

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Rebekka Ray, Geschäftsführerin MUSA Museen SG

«Identität, Bildung, Genuss, Standortförderung, Begegnung, Auseinandersetzung, Erkenntnis, Gemeinschaft, Verantwortung, Geschichte, Gegenwart – Museen machen Sinn und gehören nicht auf die Wartebank

27. August 2020

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Dario Forlin, Künstler

«Das Kunstmuseum war für mich immer ein Ort des Entdeckens. Schon früher als das Naturmuseum noch in dem Gebäude beheimatet war und später als es nur noch um die Kunst ging. Es ist ein Ort, der stetigem Wandel ausgesetzt ist und immer wieder von Neuem entdeckt werden kann. Mit dem Umbau wird das Kunstmuseum noch viel mehr ein Ort, der noch von viel mehr Menschen spontan besucht und entdeckt werden kann.»

26. August 2020

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Die Transformation im Untergeschoss – Teil 2

Wesentliche Aspekte der Erneuerung sind die Absenkung, Erweiterung und Sanierung des Untergeschosses. Bei einer raschen Umsetzung des Projektes können Zwischensanierungen in Millionenhöhe vermieden werden.

Um die Details der Animation besser erkennen zu können, verwenden Sie bitte den Vollbildmodus. Mehr Informationen zum Erneuerungsprojekt finde Sie unter PROjekt.

 

31. August 2020

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Franco Carrer

KUNST
MUSEEN
SEUMEN
STUNK

27. August 2020

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Andreas Bütler, Interaction Design Student der Zürcher Hochschule der Künste

«Es ist wichtig für mich, in meiner Heimat Kunst und somit das Kunstmuseum St.Gallen als Inspirationsquelle für mein Schaffen als angehender Designer zu nutzen. Das jetzige Potential des Baus des St.Galler Kunstmuseum ist meiner Meinung nach nicht genügend ausgeschöpft und wird dem Standort im Museumsquartier nicht gerecht. Die Sanierung des Museums ist aus meiner Sicht nötig, um interessanten Ausstellungen adäquaten Raum bieten zu können und somit in der Schweizer Kulturlandschaft bestehen zu können.»

24. August 2020

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Dora Frey, Zürich, seit Jahren Mitglied des Kunstvereins

«Auch für Auswärtige kulturelles Highlight in der Ostschweiz: Das Kunstmuseum St.Gallen zeigt Zeitgenössisches und Historisches, Lokales und Internationales im stimmungsvollen Gebäude umgeben von Theater, Tonhalle und Stadtpark. Damit die Hülle dem Inhalt entspricht, ist die Erneuerung jetzt unumgänglich

27. August 2020

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Stadtpräsidiums-Hearing

Die GRÜNEN organisierten am 27. August ein öffentliches Podium im Kunstmuseum St.Gallen mit der Kandidatin und den Kandidaten für das Stadtpräsidium und diskutierten mit ihnen die Zukunft von St.Gallen.

von links nach rechts: Markus Buschor, Robert Furrer (Moderator), Maria Pappa, Mathias Gabathuler

von links nach rechts: Markus Buschor, Robert Furrer (Moderator), Maria Pappa, Mathias Gabathuler

22. August 2020

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Hannah Raschle, Künstlerin

neue räume
von innen
nach aussen
und umgekehrt.

vielfältige
nutzungen
für viele.

zusammen
grenzen
aufweichen.

im spiel.

22. August 2020

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Jürgen Kaesler, Theologe, Logotherapeut, zwei Management-Master, Kirchberg SG

«Als mittlerweile langjähriges Mitglied des Kunstvereins ist mir das Kunstmuseum aufgrund der hohen Qualität der Ausstellungen sehr ans Herz gewachsen. Das Kunstmuseum leistet damit einen essenziellen Beitrag zum Kulturleben im Kanton St. Gallen und weit darüber hinaus. Es ist sehr zu wünschen, dass dies so bleibt. Ganz herzlichen Dank und Glückwunsch für die wertvolle Arbeit der Vergangenheit, ich bin immer wieder gerne in diesem bereichernden Museum.»

19. August 2020

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Alex Bänninger, Kulturpublizist (NZZ am Sonntag, Journal21.ch, Schweiz am Wochenende)

«Der Plan, die Erneuerung des Kunstmuseums zu verschieben, ist eine klares und starkes Bekenntnis gegen Kunst und Kultur. Es bestätigt, dass das auf der offiziellen Homepage verkündete Selbstverständnis, die Stadt «überrascht durch ihre Einzigartigkeit und den St. Galler Pioniergeist. Denn schliesslich geht die Sonne nicht ohne Grund im Osten auf.» bloss werbend, aber im Ernst nicht gilt. Die Sonne räumt den Behörden einen Moment des Nachdenkens ein, ob das Kunstmuseum nicht doch rasch erneuert werden muss. Andernfalls wird sie ihren Lauf zu Ungunsten der Stadt ändern.»

17. August 2020

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Nayla Baumgartner, Grafikerin

«Kultur lässt sich nicht verschieben! Gerade in Zeiten der Krise sind Orte der Entschleunigung, des kulturellen Austausches – Institutionen wie das Kunstmuseum St.Gallen, die über die Stadtgrenze hinaus strahlen – von grosser Bedeutung für die Region

14. August 2020

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Arion Gastpar, Künstlerin

«Das sanierte Kunstmuseum erhält in meiner Vision einen barrierefreien, inklusiven und einladenden Zugang. Es soll sich gegen den Stadtpark so öffnen, dass Neugierige leicht den Weg zur Kunst finden können. Es darf konsumfreie Zone sein und niederschwellig die Türen öffnen. Der Linoldruck lässt Raum für die ganz eigene Vision der*s Betrachtenden, sowie die Kunst uns allen die ganz eigene Interpretation überlässt.»

18. August 2020

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Robert Mauch

«Ein Museum das den Mut hat, teilweise noch jungen Künstlerinnen und Künstlern eine Bühne zu bieten, um ihre Werke einem grösseren Kreis von Kunstinteressierten zugänglich zu machen. Wer sich mehr für klassische Kunst interessiert, kann sich an Wechselausstellungen aus der reichen Sammlung des Kunstmuseums erfreuen.
Die sehr wertvollen Ausstellungsobjekte erfordern ein Klima, das konservatorischen Anforderungen gerecht wird. Das ist heute nicht gewährleistet und kann namhafte Künstler und Sammlerinnen davon abhalten, dem Kunstmuseum St.Gallen ihre Werke anzuvertrauen. Damit verliert das Museum und die Stadt an Attraktivität und Strahlkraft.
Daher ist die Erneuerung des Kunstmuseums unverzichtbar und muss rasch umgesetzt werden.»

21. August 2020

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Andrés Salazar, Künstler

«Der Aussenbereich ist nach dem Motto „Brot und Spiele“ ganz entfernt nach einem (halben) Amphitheater gestaltet. Die Vision: Verpflegung und Unterhaltung im Stadtpark. Punkto Unterhaltung müssen es auch nicht immer Gladiatoren sein. Eine Open Mic oder organisierte Jams mit Visuals könnten abends ein buntes Publikum in den Stadtpark und ins Museum locken. Die überhängende Begrünung ist ein weiteres Lockmittel. Abends ist sie, vom Boden aus beleuchtet, eine Einladung an Aussenstehende näherzutreten. Tagsüber ist sie ein begehrter natürlicher Schattenspender für die heissen Mittagsstunden.»

14. August 2020

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Alex Schillig, Lehrer für Bildnerisches Gestalten, Kantonsschule am Burggraben St. Gallen

«Das Kunstmuseum in St Gallen ist ein Glücksfall für die Kantonsschule am Burggraben!
Direkt vor unserer Haustüre bietet sich die einmalige Gelegenheit, bekannte Originalbilder der Kunstgeschichte kennen zu lernen! Kompetente Führungen zu den Wechselausstellungen sind wichtige Bestandteile der Wissensvermittlung für unsere Schülerinnen und Schüler. In der Auseinandersetzung mit der Kunst lernen die jungen Menschen die Welt und ihre Zusammenhänge besser kennen. Das Kunstmuseum ist ein Ort, wo das Leben reflektiert wird und somit die Weichen für eine lebenswerte Zukunft der Menschheit gestellt werden

14. August 2020

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Joël Roth, Illustrator

«Mit dem Café und dem neuen Eingang zum Stadtpark hin, soll Innen und Aussen mehr verschwimmen. Mein persönlicher Wunsch ist, dass an dem ehemaligen Standort des botanischen Gartens und des Naturmuseums sowie an diesem ausserordentlich sonnigen und warmen Platz tropische Pflanzen das Café schmücken.»

14. August 2020

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Dr. Lukas Plachel, Ökonom

«In jeder grösseren Stadt sind fundamentale Elemente wie Bahnhof, Gastro-, Einkaufs-, Freizeit- und Kulturangebote zu finden – erst diese machen einen Ort zu einer Stadt. Dabei trägt das Kunstmuseum einen wichtigen Teil zur Identität und Ausstrahlung unserer Stadt und der gesamten Ostschweiz bei. Gerade für die Stadt St.Gallen mit ihrer peripheren Lage und ihren strukturellen Problemen sind solche Leuchttürme nicht als Kostenpunkte, sondern als unabdingbare Investitionen in die Zukunft der Region zu betrachten. Ohne Kunstmuseum keine Stadt St.Gallen. Ohne Stadt St.Gallen keine Region Ostschweiz. Die Renovation des Kunstmuseums ist längst fällig und sollte gar nicht erst zur Debatte stehen.»

13. August 2020

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Dominik Rüegg, Künstler und Mitgründer Haus zur Ameise

«Ich sehe das neue Kunstmuseum als neuen Treffpunkt. Einer belebten Piazza mit Herz…»

 

14. August 2020

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Dr. Volker Weiss, Pensionär

«Als frischer Pensionär, der jetzt mehr Zeit hat, sich mit Kultur und Politik zu beschäftigen, bedaure ich die gegenwärtigen Diskussionen um die Renovierung des Kunstmuseums. In einer Zeit, in der das Leben von Smartphones, online Diensten, digitaler Kontaktaufnahme beherrscht wird, ist eine kunstgeschichtliche Erziehung von klein auf wichtiger denn je. Vieles gerät sonst in Vergessenheit. Die beste Visitenkarte für eine Stadt wie St.Gallen ist ein repräsentatives Kunstmuseum, das internationales Niveau hat und beachtliche Sammlungen, die sonst in Lagerstätten verstauben. Oder soll man ‚light‘ renovieren? Eine Klimatisierung des Museums ist ja ein ‚Luxus‘. Eine Heizung könnte man auch einsparen, wenn die Besuchenden den Mantel im Winter nicht abziehen.»

14. August 2020

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